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Twitter: ein virtuelles Tagebuch mit 140 Zeichen

Twitter ist Englisch und heißt Zwitschern. Ein kleiner blauer Vogel ist das in der ganzen virtuellen Welt bekannte Symboltier des elektronischen Tagebuch-Netzwerkes. Weltweit zwitschern Millionen mit, auf Englisch oder in den Landessprachen, auch auf Deutsch. Laut einer Studie steht der von kalifornischen Software-Unternehmern 2006 mit Fremdkapital gegründete kostenlose Dienst auf Rang 50 der beliebtesten Websites weltweit. Kein bei Twitter geschriebener Satz, ein sogenannter “Tweet”, darf mehr als 140 Zeichen haben. Wer besonders oft und lesenswert zwitschert, sammelt bald eine Gefolgschaft um sich, die sogenannten “Follower”. Mit “Retweets”, im Twitter-Jargon “RTs” abgekürzt, können Micro-Blogger auf andere Einträge verweisen, blitzschnell Neuigkeiten innerhalb der Community verbreiten. Die ganze Internet-Welt liest mit. Mittlerweile hat sich Twitter neben seiner Eigenschaft als privates Tagebuch-Netzwerk zu einem Marketing- und PR-Instrument entwickelt. Firmen jeder Größe zwitschern mit. Auch Politiker sowie Stars und Sternchen plaudern mit ihren oft Tausenden von Followern. Bekanntester und erfolgreichste Star-Twitterer ist Hollywood-Beau Ashton Kutcher, der an die 4 Millionen Gefolgsleute virtuell an sich binden konnte. Die Twitter-Welt beginnt sich zunehmend, in einen privaten und einen professionellen Teil zu scheiden. Bislang noch ist das Twittern auch für den kommerziellen Nutzer kostenfrei.